Mendrisiotto / Basso Ceresio - Schön zu jeder Jahreszeit

Das Mendrisiotto und Basso Ceresio ist eine kleine geographische Region im Tessin, deren Form einem Dreieck ähnelt. Sie reicht nach Süden bis an die italienisch-schweizerische Grenze und ist nicht weit entfernt von Lugano, dem Langensee, von Como und Varese. Dank seiner Lage "an den Toren der Schweiz" sowie der Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur ist das kleine Gebiet eine wichtige kommerzielle und touristische Transitzone geworden.

Immer ein Genuss

Der Aufenthalt in dieser kontrastreichen Region ist zu jeder Jahreszeit ein Genuss. Im Frühling, wenn die Kraft der Natur in Gärten und Wäldern erwacht. Im Sommer, wenn man unter den schattigen Pergolas der "Grotti" oder am Seeufer Abkühlung sucht. Im Herbst, wenn sich die Landschaft mit bunten, prächtigen Farben schmückt. Und nicht zuletzt im Winter, der hierzulande meistens mild und schneelos ist.

Es gibt vieles zu entdecken: den ruhigen See, die milden Linien der Hügel, das sanfte Flachland und die von Weinbergen übergezogenen Anhöhen. Man bestaunt die hohen und würdevollen Bergspitzen, die am See gelegenen Dörfer und die kleinen Orte, die sich an den steilen Hängen des Berges eng aneinander schmiegen.

Kunst und Kultur

Zu den bekanntesten Künstlern, deren Ursprünge im Mendrisiotto liegen, zählen Francesco Borromini und Vincenzo Vela. Ersterer ist einer der Vorreiter der Architekturgeschichte. Vincenzo Vela (1820– 1871) wurde in Ligornetto geboren, war aber schon im Alter von 14 Jahren in Mailand tätig. Dort arbeitete er als Lehrling am Bau des Doms mit. Er machte Karriere in Turin und wurde zu einem der bedeutendsten Künstler seiner Zeit.

Für Künstlerliebhaber ist es mit Sicherheit ein Vergnügen, die Museen und Kirchen der Region zu besichtigen. Dort können sie zahlreiche wertvolle und interessante Werke entdecken. Dies ist möglicherweise einer der besten Wege, die kulturelle Vielfalt des Mendrisiotto und Basso Ceresio schätzen zu lernen.

Unvergessen ist auch, dass Hermann Hesse, Literaturnobelpreisträger im Jahr 1946, lange Zeit im Tessin, genauer gesagt in Montagnola, lebte. Er liebte die Region und ließ sogar den allegorischen Roman `Die Morgenlandfahrt` in den Schluchten des Muggiotales spielen.

Eine Region für Aktive

Ein ausgedehntes Wandernetz mit insgesamt dreihundert Kilometern lädt dank des milden Klimas zu jeder Jahreszeit zu einem Spaziergang ein. Ein Ausflug im Schutzgebiet des Parks der Breggia Schluchten bietet dem Wanderer interessante Ansichten des geologischen Profils einer Zone, die sich auf dem Meeresboden des Tethys zwischen dem Jura und der Kreidezeit gebildet hat.

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